"Denn Leistenschneider gelingt es so, pure Emotion in den Mittelpunkt

dieser Salome zu stellen. Nichts lenkt ab vom wahrhaft heißen Tanz auf dem Rand des Vulkans der Leidenschaften."

T. Hilgemeier, theaterpur.net

 

"Langer Applaus mit vielen Bravi (...)"

R. Dippel, Leipziger Volkszeitung

 

"Mit der Salome setzt das Theater Nordhausen einen neuen Meilenstein

in seiner Entwicklung.

 

Laut und angemessen heftig tost der Beifall des Publikums für eine narkotisierend starke Premiere."

W. Hirsch, Thüringer Allgemeine

 

 

 

SALOME

 

 

Theater Nordhausen, 2017

D: M. Helmrath / B: W. K. Rauschning / K: A. Schulz - Hentrich

 

 

 

Das Opernglas  2 / 2017

 

 „Der Verfall (- des Bühnenbildes, Anm. AL) ist das Zeichen für "alles,

was in diesen Stunden zerfällt“ sagt die Regisseurin

Anette Leistenschneider über ihre Inszenierung der Salome von R. Strauss

und bringt das mit ihrem Bühnenbildner W. K. Rauschning und ihrer Kostümbildnerin A. Schulz – Hentrich in großer Konsequenz und höchst anschaulich auf die Bühne des Theaters Nordhausen im Südharz."

 

 

Leipziger Volkszeitung 24.01.2017

 

 Regisseurin Anette Leistenschneider signalisiert als das Wichtigste dieser schillernden Nervenmusik, dass sich Salome, wenn sie am Ende das abgeschlagene Haupt des Täufers küsst, ihre Vision von Liebe holt.

 

  Leistenschneider konzentriert sich ganz auf Wesentliches, das sind - außer in der Judenszene - mit hier fünf Rabbis - vor allem Luststeigerung und Lustverlust.

 

 Anette Leistenschneider zeigt mit ihrem Nordhäuser Prachtensemble auch

noch eine Studie über Männeridentitäten.

 

Langer Applaus mit vielen Bravi für Konkurrenzfähigkeit.

R. Dippel

 

 

Theater Pur (theaterpur.net)

 

 Pure Emotionen - was muss Strauss’ Salome doch für die Zuschauer der Uraufführung für ein Schock gewesen sein. Diese unerhörte Musik, sinnlich und verstörend zugleich, fremd und packend.

 

 Die Nordhäuser Operndirektorin Anette Leistenschneider lässt ihr Publikum

ein wenig nachvollziehen, was die Dresdner im Jahre 1905 empfunden

haben mögen.

 

 Leistenschneider und ihr Team schaffen eine Szenerie,

die sich am Antikenbild dessen orientiert, was man sich auch im Uraufführungsjahr ähnlich auf der Bühne hätte vorstellen können:

eine Ruinenlandschaft mit einer Zisterne, ein riesiger Mond, mal silbern, mal blutrot.

 

 Denn Leistenschneider gelingt es so, pure Emotion in den Mittelpunkt

dieser Salome zu stellen. Nichts lenkt ab vom wahrhaft heißen Tanz auf dem Rand des Vulkans der Leidenschaften.

 

 Narraboth (…) um sich auf das gefährliche Spiel mit der Prinzessin Salome einzulassen, denn die spielt eindeutig Russisches Roulette, steuert sehenden Auges auf ihr Ende zu.

 

 Anette Leistenschneider will genau das zeigen, Bilder für monströse Gefühlswelten finden. Sie (…) nimmt uns geradewegs mit auf eine Reise ins Auge eines Orkans.

T. Hilgemeier

 

 

NMZ 24.01.2017

 

 Um genau diese für Herodes schier aussichtslose Lage (….) kreist Anette Leistenschneiders Inszenierung der „Salome“. Neben Herodes und Salome sind es deren Mutter Herodias und eben der fromme, eine neue Religion propagierende Jochanaan, die im Zentrum stehen – sind von Leistenschneider allesamt mit einer klitzekleinen Prise Übertreibung porträtiert werden.

 

 Leistenschneider, seit Beginn dieser Spielzeit Operndirektorin in Nordhausen, begreift die Hauptpersonen als Typen, was sich auch in Spiel und Gesang der Darsteller wiederfindet.

 

 

Thüringer Allgemeine 24.01.2017

 

 Mit der Salome setzt das Theater Nordhausen einen neuen Meilenstein in seiner Entwicklung.

 

 Ein riesiger Mond steht bedrohlich am nachtschwarzen Firmament

und leuchtet durch die gewaltige Bresche, die im zerfallenden Gemäuer

des Tetrarchen – Palastes aufklafft.

Endzeitstimmung leuchtet durch Jerusalem.

Doch anders als in Lars von Triers bildmächtigem Sci-Fi-Kinoepos „Melancholia“, an die dieses Set auf der Nordhäuser Bühne erinnert,

erstarrt die dekadente Gesellschaft nicht in Schwermut.

Sondern sie feiert die Wollust.

 

 Mit dieser einen überzeugenden Bildregie begnügt sich die regieführende Operndirektorin Anette Leistenschneider für ihre Inszenierung (…)

 

 Laut und angemessen heftig tost der Beifall des Publikums für eine narkotisierend starke Premiere.

 

 Es ist eine Premiere, auf die landauf landab, jedes B- Theater stolz sein könnte.

W. Hirsch