"Neue Operndirektorin debütiert mit grandioser Inszenierung „La Boheme“

 

Anette Leistenschneider, die neue Operndirektorin des Nordhäuser Theaters, zeichnet für die erstklassige erste Operninszenierung verantwortlich.

Stringend und penibel arbeitet sie die Charaktere heraus, verleiht

ihnen Tiefe und Raum.

Der Einstand ist dem neuen Leitungsteam gelungen – Gratulation!"

Mitteldeutsche Zeitung

 

 

"Der Lohn war donnernder Applaus für alle Beteiligten.

Damit ist die Amtszeit des neuen Leitungsteams am Theater Nordhausen

furios gestartet."

 

Harzkurier

 

 "Ein riesiger Erfolg war „La Bohème“ in der Inszenierung von Operndirektorin Anette Leistenschneider am Theater Nordhausen."

Stadtansichten Nordhausen, Redaktion Kultur

 

 

 

 

LA BOHEME

Theater Nordhausen, 2016

 

D: J. Pell / Bühne: W.K. Rauschning / Kostüme: E. Stolze - Bley

 

 

 

Kurzkritik Thüringer Allgemeine 19.09.2016

 

 Gelungener Einstand für das neue Theaterensemble - Gesang, Inszenierung, Bühnenbild – mit La Bohème ist dem neuen Ensemble des

Nordhäuser Theaters unter Leitung von

Operndirektorin Anette Leistenschneider ein Einstand nach Maß gelungen.

 

 Das Publikum goutierte die Premiere am Freitagabend mit einem beinahe viertelstündigen Schlussapplaus und Bravo – Rufen.

 

 

Mitteldeutsche Zeitung 29.09.2016

 

Neue Operndirektorin debütiert mit grandioser Inszenierung „La Boheme“

Und diese Bohème hat das Zeug, zum Renner, zum Kassenfüller zu werden, akustisch, optisch und überhaupt.

 

 Besser kann sich eine Inszenierung nicht empfehlen.

 

Anette Leistenschneider, die neue Operndirektorin des Nordhäuser Theaters, zeichnet für die erstklassige erste Operninszenierung verantwortlich.

Stringend und penibel arbeitet sie die Charaktere heraus, verleiht

ihnen Tiefe und Raum.

Der Einstand ist dem neuen Leitungsteam gelungen – Gratulation!

Redaktion

 

 

Thüringer Allgemeine 29.09.2016

 

Arm, aber unglaublich sexy: Das Theater Nordhausen verblüfft in „La Bohème“

 

 Eine Stadt ist in Aufruhr und feiert ihr junges Ensemble: Kaum haben Mimi

und Rodolfo im ersten Aktfinale mit einem dreifachen "Amor!"

ihre rettungslose Liebe besiegelt, da bricht schon tosender Beifall los. Szenenapplaus ist fortan obligatorisch, zum frenetischen Schlussjubel gellen Bravo-Rufe durch den Saal.

 

 All dies passiert in der claque-unverdächtigten zweiten Vorstellung von "La Bohème". Mitten im Spätsommer und vor winterlicher Kulisse ist ein berauschender Opernfrühling erblüht.

 

 (…) derart, dass man sich vom Sitznachbarn kneifen lässt, um verwundert zu realisieren: Ja, es ist in Nordhausen, der vermeintlichen Opernprovinz.

 

 Die neue Operndirektorin Anette Leistenschneider hat die "Bohème" konventionell, doch mit handwerklicher Präzision stilecht in der Zeit

der Murgerschen Romanvorlage inszeniert.

Bei ihr ist auf der Bühne immer was los, wo nötig, zeigt sie doppelbödigen Humor oder abgründige Tristesse (…)

 

  Dazu setzt sie dezente motivische Hinweise: Die Botticelli-Venus, die Marcello im dritten Akt malt, trägt den Tod im Gesicht, und die Blutflecken fallen auf Mimis rotgesprenkeltem Kleid dem genauen Beobachter auf.

 

 So ist die Nordhäuser "Bohème" bloß eine traurige Liebesgeschichte?

Mitnichten, implizit ist es ein Statement: dass hier die Leidenschaft zählt,

dass es wie in Puccinis/Murgers "Bohème" den Künstlern,

so schlecht bezahlt sie auch sind, nichts anderes gilt als der Kunst.

Chapeau!

W.Hirsch

 

 

Harzkurier 20.09.2016

 

Der Lohn war donnernder Applaus für alle Beteiligten.

Damit ist die Amtszeit des neuen Leitungsteams am Theater Nordhausen

furios gestartet.

 

 Anette Leistenschneider hat diesem Monument von Puccini jede Menge Leben eingehaucht.

Dazu gehört auch die Verschiebung der Akzente hin zu den Beziehungsdramen

in dieser Oper.

Statt einer Anschauung in Sachen unbürgerliches Künstlerleben

zeigt die Nordhäuser Inszenierung zwei feine Studien über den Verfall

von Paarbeziehungen.

 

 Anette Leistenschneider startet ihre Inszenierung mit einem Knalleffekt.

Die Bühne ist mit einem bestickten Vorhang abgehängt.

Durch den Stoff sieht man die Schemen von Marcello und Rodolfo.

Mimi tritt vor den Vorhang, tastet den Vorhang ab.

Sie reißt den Schleier herunter und gibt den Blick frei auf die scheinbare Idylle. Rodolfo sitzt wie einst Marat in der Badewanne, doch nun dringt die Welt schlagartig ein in diese Männer-WG.

 

 Diese Inszenierung überzeugt in ihren Einzelteilen und als Gesamtpaket.

Über zehn Minuten lang prasselt der donnernde Applaus auf das Ensemble nieder.

Redaktion

 

Kultur – extra.de  22.11.2019        


  Natürlich bürstet Anette Leistenschneider, Operndirektorin und Regisseurin des Stücks, Puccinis Rührseligkeitsschinken nicht gegen den Strich.

 

 Aber das Personenspiel ist überaus lebendig, und ihr sind kleine, feine, ja, fast beiläufig erscheinende Ideen gekommen, die überzeugen.

Etwa, wenn Rudolfo für Mimis heiße Stirn extra Schnee vom Dach holt.

 

 Oder dass der Tod - genauer: der Totenkopf - in jeder Szene gegenwärtig ist:

mal als Kerzenhalter oder Bild, dann wiederum als Torbogen-Schlund.

Und wenn am Ende langsam der Schnee aus dem Schnürboden rieselt und Musetta einen Schleier über die gestorbene Mimi zieht,

stellt man erstaunt fest, dass ein wenig Kitsch und Tränendrüse

eben doch sein dürfen.

H. Schon

 

 

Stadtansichten Nordhausen 21.02.2017

 

 Ein riesiger Erfolg war „La Bohème“ in der Inszenierung von Operndirektorin Anette Leistenschneider am Theater Nordhausen.

Redaktion Kultur